Neuer Stuhltest (iFOBT) auf nicht sichtbares Blut im Stuhl

Das neue Stuhltestverfahren zur Früherkennung von Darmkrebs steht seit dem 01. April 2017 jedem Versicherten ab dem Alter von 50 Jahren zur Verfügung. Studien haben gezeigt, dass mit immunologischen Tests nicht sichtbares (okkultes) Blut mit einer höheren Sensitivität nachgewiesen werden kann, als in den bisherigen Guajak basierten Stuhltests.

Männer sind Vorsorgemuffel

Um ihre Gesundheit kümmern sich die meisten Männer wenig. Nur jeder Vierte über 45 Jahre (23,6 Prozent) ist 2014 zur Krebsvorsorge gegangen. Krankenkassen übernehmen die Kosten: dazu gehören die Untersuchung der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane, sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten. Ab 50 Jahren wird jährlich ein Schnelltest auf Blutspuren im Stuhl, ab 55 Jahren dann wahlweise eine Darmspiegelung angeboten.

10 Jahre Früherkennungs-, Vorsorgespiegelung in Deutschland

Coloskopgemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung die Ergebnisse der im Jahr 2002 eingeführten Früherkennungscoloskopien analysiert. Demnach ist zu erwarten, dass bei den Vorsorgeteilnehmern aus den ersten zehn Jahren infolge der Entdeckung und Entfernung von Adenomen/ Polypen ca 180000 Darmkrebserkrankungen in Deutschland vermieden und weitere 40000 Darmkrebsfälle frühzeitig entdeckt wurden.

(Brenner H., Altenhofen L., Stock C., Hoffmeister M., Prevention, early detection and overdiagnosis of colorectal cancer within 10 years of screening colonoscopy in Germany. Clin.Gastroenterol Hepatol 2014)

Aktion „Deutschland gegen Darmkrebs“

Wir können viel dafür tun, dass wir nicht an Darmkrebs erkranken.

Deshalb bieten die Reformhäuser in Zusammenarbeit mit der Initiative „Deutschland gegen Darmkrebs“ im März d.J. kostenlose Ernährungsberatungen zum Thema „gesunder Darm“ und ein kostenloses Faltblatt zur Darmkrebsfrührkennung „Gut drauf im Bauch“ an.

Riskantes Geschäft

(Stern / von Matthias Schepp)

Japan ist so besessen von Klos wie Brasilien von Fußball Asien. Korrespondent Matthias Schepp über die Tücken der die ihn ratlos machten – und nass

Der Kulturschock ereilte mich am japanischen Nationalfeiertag – auf einer Toilette. Freunde nahmen mich mit zu einer Party im wohlhabenden Jingumae-Viertel von Tokio. Eigentlich hatte ich bis dahin alles richtig gemacht: Ich trug, weil Japaner schlecht angezogene Leute verachten, einen 900 Euro teuren Anzug in Anthrazit und dazu nagelneue Socken, die mindestens 7000 Laufstunden von den ersten Löchern entfernt waren. Weiterlesen